Quellen zu den Mysore-Kriegen (1766–1799) aus deutschen Archiven


INHALT: His­to­ri­scher Hin­ter­grund | Quel­len | Bewer­tung der Quel­len | Archi­ve | Gedruck­te Quel­len | Sekun­där­li­te­ra­tur

Die Mys­o­re-Krie­ge fan­den im Zeit­raum von 1766–1799 in Süd­in­di­en statt, wobei sich die bri­ti­sche East India Com­pa­ny (EIC) und das König­reich von Mys­o­re gegen­über stan­den und die Fran­zo­sen zeit­wei­se an der Sei­te Hyder Alis (ca. 1720–1782) bzw. Tipu Sul­tans (1750–1799), der Herr­scher von Mys­o­re, kämpf­ten, und die Mara­then sowie der Nizam von Hyder­a­bad in wech­seln­den Alli­an­zen mit den Bri­ten oder Mys­o­re begrif­fen waren.

Mys­o­re war einer der mäch­tigs­ten indi­schen Staa­ten in der zwei­ten Hälf­te des 18. Jahr­hun­derts. Er hat­te sich unter der hin­du­is­ti­schen Wodeyar-Dynas­tie als einer der Nach­fol­ge­staa­ten des Rei­ches von Vija­ya­na­ga­ra ent­wi­ckelt. Hyder Ali, ein mus­li­mi­scher Mili­tär­füh­rer aus Delhi, wur­de 1761 zum Heer­füh­rer Mys­o­res und ent­wi­ckel­te sich zum De-fac­to-Herr­scher des­sel­ben. Durch eine Zen­tra­li­sie­rung des Staa­tes und ein hohes Steu­er­auf­kom­men war es ihm mög­lich, eine der pro­fes­sio­nells­ten Arme­en Indi­ens auf­zu­stel­len und dann sei­nen Herr­schafts­be­reich bedeu­tend zu erwei­tern – was ihn zu einem poten­ti­el­len Riva­len der selbst expan­die­ren­den East India Com­pa­ny im Süden Indi­ens mach­te (vgl. für das fol­gen­de auch: Roy 2011: 70–94).

Nach­dem in den ers­ten bei­den Mys­o­re-Krie­gen (1767–69 bzw. 1780–84) nach wech­seln­dem Kriegs­glück am Ende jeweils Hyder Ali bzw. sein Sohn Tipu Sul­tan in der bes­se­ren Posi­ti­on waren und es in den Frie­dens­ver­trä­gen bezüg­lich der ter­ri­to­ria­len Gren­zen jeweils zu einer Rück­kehr zum sta­tus quo ante kam, erlitt Tipu Sul­tan im drit­ten (1789–1792) sowie vier­ten Mys­o­re-Krieg (1799) emp­find­li­che Nie­der­la­gen durch die Bri­ten; schließ­lich starb er bei der 2. Bela­ge­rung sei­ner Haupt­stadt Seringa­pa­tam, das Reich von Mys­o­re wur­de zer­schla­gen, die Gebie­te unter den Sie­gern auf­ge­teilt, und im ver­blie­be­nen Kern­land die alte Dynas­tie der Wodey­ars wie­der ein­ge­setzt.

Historischer Hintergrund

Wäh­rend bereits im Diens­te der Nie­der­län­di­schen Ost­in­di­en-Kom­pa­nie sowie der Fran­zö­si­schen und Bri­ti­schen Kom­pa­ni­en ab dem 17. Jahr­hun­dert in unter­schied­li­cher Anzahl auch Sol­da­ten und Offi­zie­re aus deut­schen Staa­ten tätig waren, die z.T. mehr­mals ihren Dienst­her­ren wech­sel­ten und im Ein­zel­fall auch als Heer­füh­rer bei indi­schen Fürs­ten zu Ruhm kamen (vgl. Mann 2006; Comp­ton 2005), spiel­ten ab 1782 in grö­ße­rem Umfang Sol­da­ten aus dem Kur­fürs­ten­tum Han­no­ver eine Rol­le vor allem im 2. Mys­o­re-Krieg. Da auf Sei­ten der EIC ein Man­gel an Sol­da­ten herrsch­te, bat die­se den bri­ti­schen König, der in Per­so­nal­uni­on gleich­zei­tig Kur­fürst von Han­no­ver war, han­no­ver­sche Trup­pen zur Ver­fü­gung zu stel­len. Der König stimm­te der Schaf­fung zwei­er neu­er Regi­men­ter der han­no­ver­schen Armee zu, deren Offi­zie­re sich aus Frei­wil­li­gen bereits bestehen­der Regi­men­ter rekru­tie­ren soll­ten, wobei die Sol­da­ten aus den angren­zen­den Staa­ten kom­men soll­ten. Ein ent­spre­chen­der Ver­trag mit der EIC wur­de geschlos­sen. Die Regi­men­ter, bestehend aus ins­ge­samt 2000 Mann, bra­chen in meh­re­ren Kon­tin­gen­ten mit ver­schie­de­nen Schif­fen von Sta­de über Groß­bri­tan­ni­en, zum Teil mit Umweg über Bra­si­li­en nach Madras auf: der ers­te Trans­port ver­ließ Ports­mouth im Febru­ar 1782 und erreich­te Madras am 11. Sep­tem­ber, die letz­te, kleins­te Grup­pe traf erst 1784 in Indi­en ein. Min­des­tens 200 Sol­da­ten star­ben auf der Über­fahrt, so dass 1800 han­no­ver­sche Sol­da­ten ihren Dienst in der Anglo-Indi­schen Armee antre­ten konn­ten.

Etwa 850 von ihnen nah­men am 13. Juni 1783 an der Schlacht von Cud­da­lo­re teil, bei der die bri­ti­sche Armee ver­such­te, die­se von den Fran­zo­sen und einer Hilfs­trup­pe aus Mys­o­re gehal­te­ne Stadt ein­zu­neh­men, was ihnen jedoch nicht gelang und zu einer lan­gen Bela­ge­rung führ­te. Der Krieg zwi­schen dem inzwi­schen von Tipu Sul­tan, dem Sohn des ver­stor­be­nen Hyder Ali, geführ­ten Mys­o­re und den Bri­ten ging wei­ter, und 400 der han­no­ver­schen Sol­da­ten gehör­ten zu der Expe­di­ti­on des Colo­nels Wil­liam Ful­lar­ton (1754–1808), der ver­such­te, den Krieg auf Mys­o­res Ter­ri­to­ri­um zu tra­gen. Ein ande­rer Teil der han­no­ver­schen Regi­men­ter wur­de auf dem See­weg aus­ge­sandt, um die bela­ger­te Gar­ni­son von Man­ga­lo­re zu ver­stär­ken. Sie waren auch Teil der Armee, die Cann­ano­re ein­nahm.

1784 wur­de der 2. Mys­o­re-Krieg mit der Unter­zeich­nung des Ver­tra­ges von Man­ga­lo­re been­det, und man einig­te sich, den Vor­kriegs­sta­tus wie­der­her­zu­stel­len. Im August 1785 waren alle han­no­ver­schen Trup­pen in Arcot sta­tio­niert, und 1787 nach Madras ver­legt, wo sie von da an bis zu ihrer Rück­kehr nach Han­no­ver haupt­säch­lich Gar­ni­sons­dienst ver­sa­hen. Da die Regi­men­ter den­noch hohe Ver­lus­te – meist eher durch Krank­heit denn durch die Kriegs­hand­lun­gen – zu bekla­gen hat­ten, wur­den 1786 und 1787 noch ein­mal vier Kom­pa­ni­en mit jeweils 150 Sol­da­ten nach­re­kru­tiert, so dass ins­ge­samt 2.800 han­no­ver­sche Sol­da­ten für den Dienst in Indi­en ver­pflich­tet wor­den waren.

Quellen

Was Quel­len zu den Mys­o­re-Krie­gen ins­ge­samt betrifft, so ver­lässt sich die Geschichts­schrei­bung zunächst auf ein­schlä­gi­ges Mate­ri­al der bri­tisch-kolo­nia­len Sei­te, etwa in den India Office Records oder aber dem Natio­nal­ar­chiv Indi­ens bzw. den Archi­ven der Bun­des­staa­ten Tamil Nadu oder Andhra Pra­desh. Wenn es aller­dings um eine dezi­diert deut­sche Per­spek­ti­ve bzw. deut­sche Quel­len geht, so ste­hen für die Zeit ab dem 2. Mys­o­re-Krieg die Ange­hö­ri­gen der bei­den kur­han­no­ver­schen Regi­men­ter und deren Spu­ren in deut­schen Archi­ven im Fokus.

Vor allem ver­schie­de­ne Offi­zie­re der bei­den Regi­men­ter began­nen bereits vor ihrer Rück­kehr nach Han­no­ver, Tex­te über ihre Erfah­run­gen auf der Rei­se nach Indi­en und wäh­rend ihrer Zeit in Indi­en zu schrei­ben. Eine bedeu­ten­de Zahl ihrer Brie­fe wur­de im Han­no­ve­ri­schen Maga­zin und ande­ren bekann­ten deut­schen Zeit­schrif­ten ver­öf­fent­licht, was für ein Inter­es­se der Leser­schaft am Schick­sal der Unter­neh­mung, aber auch an Nach­rich­ten und Infor­ma­tio­nen bezüg­lich Indi­en spricht. Nach ihrer Rück­kehr aus Indi­en ver­öf­fent­lich­ten zwei Offi­zie­re, Carl Con­rad Best (1765–1836) und Lud­wig von Scharn­horst (1747- ?), Rei­se­be­rich­te. Einer der Mili­tär­geist­li­chen, Fried­rich Lud­wig Lang­stedt (1750–1804), wur­de als Ver­fas­ser und Über­set­zer von Büchern im Bereich Rei­se, Welt­han­del und Natur­ge­schich­te, mit einem Fokus auf Indi­en, bekannt. Ihre Tex­te geben einen Ein­blick in den Indi­en­dis­kurs im Deutsch­land der Spät­auf­klä­rung und ver­mit­teln Ein­sich­ten in die Ein­schät­zung des bri­ti­schen Kolo­nia­lis­mus sowie die Betrach­tung der indi­schen Gesell­schaft mit einem Fokus auf Poli­tik und Krieg aus Sicht von nicht-bri­ti­schen Augen­zeu­gen (vgl. hier­zu v. a. Tzo­ref-Ash­ken­azi 2009, 2010 und 2014).

Aber nicht nur in ver­öf­fent­lich­ten Tex­ten, Büchern und Erin­ne­run­gen haben die Mys­o­re-Krie­ge bzw. die Betei­li­gung kur­han­no­ver­scher Trup­pen ihren Nie­der­schlag gefun­den, son­dern auch in Archi­vquel­len, und dies zuerst und vor allem im Nie­der­säch­si­schen Lan­des­ar­chiv Han­no­ver, was sich aus der z.Zt. der Aus­sen­dung der Regi­men­ter bestehen­den Per­so­nal­uni­on des bri­ti­schen Mon­ar­chen mit dem Kur­fürs­ten von Han­no­ver erklä­ren lässt.

So fin­det sich in der Abtei­lung Mili­ta­ria der staat­li­chen Akten­be­stän­de aus der Zeit des Kur­fürs­ten­tum / König­reich Han­no­ver der Bestand Hann. 38 C Ost­in­di­sche Regi­men­ter – all­ge­mei­ne Mili­tär­ver­wal­tung, 1732–1791, der neben Akten bezüg­lich der Anwer­bung der Sol­da­ten, der Bezah­lung der Offi­zie­re, der Ein­rich­tung der Regi­men­ter, ihres Mar­sches nach Sta­de etc. vor allem auch Berich­te der befeh­len­den Offi­zie­re an ihre Vor­ge­setz­ten, aber auch dar­über hin­aus Berich­te über die Rei­se nach Indi­en, den Auf­ent­halt dort so wie ihre Ver­wen­dung im Fel­de ent­hält. Offi­zi­el­le Akten betreffs der kur­han­no­ver­schen Regi­men­ter fin­den sich wei­ter­hin im Bestand Hann. 41, Generalkommando/Militärakten der Lon­do­ner Kanz­lei, was die Mili­tär­jus­tiz in Bezug auf die­se Regi­men­ter betrifft, eben­so die Hin­ter­las­sen­schaf­ten der Offi­zie­re oder aber die Beschwer­den gegen den Pas­tor Lang­stedt des 14. Regi­ments in Ost­in­di­en wegen „unzüch­ti­gen Umgangs“ (vgl. Hum­mel 2014). Auch in Akten der Kriegs­kanz­lei (Hann. 47) hat das Unter­neh­men der han­no­ver­schen Regi­men­ter in Ost­in­di­en sei­nen offi­zi­el­len Nie­der­schlag gefun­den. Was die Fra­ge nach den ein­zel­nen Offi­zie­ren und Sol­da­ten betrifft, die Teil der bei­den Regi­men­ter waren, geben die Stamm­rol­len der Han­no­ver­schen Trup­pen­tei­le Aus­kunft (Hann. 48a I).

Ver­schie­de­ne ande­re Bestän­de – etwa Unte­rer Lan­des­be­hör­den und Ämter – ver­zeich­nen in gerin­gem Umfang Archi­va­len, die mit den Nach­läs­sen in Ost­in­di­en oder auf der Fahrt dort­hin bzw. zurück nach Han­no­ver ver­stor­be­ner Regi­ments­an­ge­hö­ri­ger zu tun haben; Ähn­li­ches fin­det sich auch in dem Bestand Cal. Br. 15 Pri­vat­ak­ten des Fürs­ten­tums Calen­berg (einer ter­ri­to­ria­len Ein­heit, aus der sich das Kur­fürs­ten­tum ent­wi­ckelt hat).

Akten­vor­gän­ge mit den Nach­läs­sen von Ange­hö­ri­gen der Regi­men­ter, die Unter­ta­nen ver­schie­de­ner hes­si­scher Herr­scher waren, fin­den sich im Hes­si­schen Haupt­staats­ar­chiv Wies­ba­den bzw. im Hes­si­schen Staats­ar­chiv Mar­burg (s.u.). Da die Regi­men­ter etwa zur Hälf­te aus Nicht-Han­no­ve­ra­nern bestan­den, ist es ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass Ähn­li­ches sich auch in ande­ren Staats‑, Lan­des- und Stadt­ar­chi­ven fin­det.

Inter­es­san­te Ein­bli­cke geben dar­über hin­aus die per­sön­li­chen Papie­re der Gebrü­der Brey­mann – Fer­di­nand Brey­mann (1764–1794) sowie Carl Brey­mann (17??-1786) (bei­de Offi­zie­re bei den Regi­men­tern) –, die aus Brie­fen Fer­di­nands an sei­ne Braut sowie dem Tage­buch Carls bestehen (NLA HA Bestand Klei­ne Erwer­bun­gen A 48 Nr. 1–3). Ins­be­son­de­re das Tage­buch, das den Zeit­raum von der Rei­se (1782) über Bra­si­li­en nach Madras bis zum Abschluss der Kampf­hand­lun­gen 1784 umfasst, ist als in sich geschlos­se­nes Doku­ment von Inter­es­se. Brey­mann berich­tet von der Über­fahrt und der dabei erleb­ten See­schlacht mit den Fran­zo­sen vor Trinco­ma­lee; spä­ter über sämt­li­che Kampf­hand­lun­gen, an denen die Han­no­ve­ra­ner in Süd­in­di­en bis 1784 betei­ligt waren, wie etwa die Bela­ge­rung von Cud­da­lo­re im Juni 1783 oder die Bela­ge­rung und Ein­nah­me von Palg­hat im Novem­ber des­sel­ben Jah­res. Dazwi­schen fin­det er auch Muße, über Land und Leu­te, die ver­schie­de­nen Kas­ten­grup­pen und Reli­gio­nen, die Pflan­zen- und Tier­welt sowie das Kli­ma zu berich­ten.

Was die 26 Brie­fe sei­nes Bru­ders – datiert vom 22. März 1782 aus Cux­ha­ven bis zum 21. Okto­ber 1792 im Ärmel­ka­nal – betrifft, so befasst sich der Schrei­ber (so erge­ben es Stich­pro­ben) eher sel­ten mit Berich­ten über das Gesche­hen in Indi­en oder lan­des­kund­li­chen Aus­füh­run­gen, den­noch ist auch sei­ne Sicht­wei­se als eines Offi­ziers, der die Gar­ni­son nie ver­las­sen hat, um an Kampf­hand­lun­gen teil­zu­neh­men, von Inter­es­se.

Wei­te­re Berich­te und Ego­do­ku­men­te von ver­schie­de­nen Offi­zie­ren der kur­han­no­ver­schen Regi­men­ter fin­den sich in ent­spre­chen­den Fami­li­en- bzw. Herr­schafts­ar­chi­ven, so etwa im Bestand 37 Herr­schaft Neu­har­den­berg, Kr. Lebus – Akten (1211–1945) im Bran­den­bur­gi­schen Lan­des­haupt­ar­chiv, Pots­dam [bez. der Teil­nah­me August Georg Ulrichs von Har­den­berg (1762–1806) an den eng­li­schen Feld­zü­gen in Indi­en 1783–1784] oder im Thü­rin­gi­schen Staats­ar­chiv Gotha, Bestand 2–97-0958 Fami­lie von Wan­gen­heim (1243–2016), [Tage­buch des Chris­toph August von Wan­gen­heim (1741–1830) über sei­ne Rei­se nach Ost­in­di­en (Mys­o­re-Krieg) 1782–1785; vgl. Wan­gen­heim 2017]. Eine sys­te­ma­ti­sche Suche nach ent­spre­chen­den Fami­li­en­ar­chi­ven anhand der Stamm­rol­len der Regi­men­ter bzw. Lis­ten der Offi­zie­re (vgl. Kne­se­beck 1845: 182–188) könn­te auch hier noch wei­te­res Mate­ri­al zuta­ge för­dern.

Schließ­lich fin­den sich noch Quel­len aus dem Umfeld der kur­han­no­ver­schen Regi­men­ter in der Kar­ten­ab­tei­lung des NLA HA: A map of the Car­na­tic, sur­vey­ed by Lieut. Schle­gel, 14th Regi­ment of Hano­ver (Küs­ten­ge­biet an der Coro­man­del­küs­te in Süd­in­di­en, v.a. süd­lich von Madras (bis Tran­que­bar), mit Dar­stel­lung der Feld­zü­ge 1786/87) sowie wei­te­re Kar­ten mit Marsch­rou­ten der Arme­en oder Umge­bungs­kar­ten von Fes­tun­gen mit Dar­stel­lun­gen ent­spre­chen­der Schlacht­auf­stel­lun­gen.

Beson­ders inter­es­sant ist die erst­ge­nann­te Kar­te, da sie im Zusam­men­hang mit einer wei­te­ren inter­es­san­ten Quel­le zu sehen ist, näm­lich „Carl August Schle­gels Lieu­ten­ant beym 14ten Regi­men­te Ver­such einer mili­tä­ri­schen Geo­gra­phie des Car­na­tiks in sei­nem gegen­wär­ti­gen Zustan­de. Von ihm in eng­li­scher Spra­che ver­faßt, und nun ins Deut­sche über­setzt.“ Die­ses Werk, das als Manu­skript in der Hand­schrif­ten­ab­tei­lung der Nie­der­säch­si­schen Staats- und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Göt­tin­gen erhal­ten ist (2° Cod. Ms. hist 815), ist die Über­set­zung eines eng­li­schen Ori­gi­nals, eines „Essay on Mili­ta­ry Geo­gra­phy of the Car­na­tic by Lt. Schle­gel, 1788“, die sich jetzt unter den Indian Papers of Major Sir Archi­bald Camp­bell, dem Gou­ver­neur und Kom­man­dan­ten von Madras von 1786–1789 – und damit dem Auf­trag­ge­ber Schle­gels – in den Natio­nal Records of Scot­land in Edin­burgh (GB234/GD1/6/19) befin­det.

Carl August Schle­gel (1762–1789), der älte­re Bru­der von August Wil­helm und Fried­rich Schle­gel, war mit den kur­han­no­ver­schen Regi­men­tern nach Madras gese­gelt, wo er dann als Adju­tant von Wan­gen­heims beim Regi­ments­stab blieb und nicht an den Kampf­hand­lun­gen 1783/84 teil­nahm. Sei­ne Kennt­nis­se der Mili­tär- und Kriegs­tak­tik sowie des Fes­tungs­bau­es führ­ten dazu, dass er als Ver­mes­sungs­in­ge­nieur unter Gene­ral Sir John Dal­ling (ca. 1731–1798) eine Rei­se ins Inne­re des Car­na­tics unter­nahm und 1788 noch­mals im Auf­trag von Major Sir Archi­bald Camp­bell (1769–1843) in den Grenz­ge­bir­gen Ver­mes­sun­gen vor­nahm. Dar­aus resul­tier­te eben die erwähn­te Kar­te und das Werk zur Mili­tär­geo­gra­phie. Die­se hat­ten – nach dem Ende des 2. Mys­o­re-Krie­ges – den Zweck, dar­zu­le­gen, ob und wie der Car­na­tic am bes­ten gegen einen wei­te­ren Ein­fall Tipu Sul­tans zu ver­tei­di­gen sei. Dazu befass­te Schle­gel sich mit den geo­gra­phi­schen Gege­ben­hei­ten, vor allem den Päs­sen und deren Befes­ti­gun­gen sowie den Trans­port­we­gen. In einem zwei­ten Teil wid­met er sich vor allem den Fes­tun­gen im Hin­blick auf ihre Eig­nung als Maga­zi­ne und / oder Haupt­stütz­punk­te – wobei er zu dem Schluss kommt, dass fast alle Fes­tun­gen nutz­los sind, der Auf­wand zur Anla­ge und Ver­tei­di­gung von drei Haupt­fes­tun­gen ganz enorm sein wür­de, um dann so etwas wie einen Mini­mal­plan für die Ver­tei­di­gung zu ent­wer­fen.

Rother­mund (2015) betrach­tet Schle­gel als Autor die­ses Wer­kes als einen Fern­auf­klä­rer, der aktiv an der Ent­zau­be­rung Asi­ens betei­ligt war, indem er sich bemüh­te, mit­hil­fe wis­sen­schaft­li­cher Metho­den – hier der Geo­me­trie als sys­te­mi­sche Beur­tei­lung von räum­li­chen Ver­hält­nis­sen in einem ziel­ge­rich­te­ten Sinn – gesi­cher­tes Wis­sen über die außer­eu­ro­päi­sche Welt – hier Süd­in­di­en – zu erfas­sen und zu ver­mit­teln.

Einen poten­ti­ell ande­ren, nicht-mili­tä­ri­schen Blick auf die Mys­o­re-Krie­ge und deren Umstän­de wei­sen Quel­len aus einem zunächst viel­leicht „uner­war­te­tem“ Zusam­men­hang auf: es han­delt sich dabei um Mit­tei­lun­gen und Betrach­tun­gen, die sich im Archiv der Dänisch-Hal­le­schen Mis­si­on zu Tran­que­bar, heu­te Teil des Archiv und Biblio­thek der Francke­schen Stif­tun­gen im Stu­di­en­zen­trum August Her­mann Francke in Hal­le, fin­den.

Die Mis­sio­na­re der Dänisch-Hal­le­schen Mis­si­on befan­den sich seit 1706 in Tran­que­bar, einer däni­schen (spä­ter bri­ti­schen) Nie­der­las­sung im Car­na­tik bzw. an der Coro­man­del­küs­te, von wo aus sie wei­te­re Mis­si­ons­sta­tio­nen grün­de­ten (etwa in Madras, Cud­da­lo­re, Tiru­chi­rap­pal­li und Tan­jo­re). Da sie vor Ort in ihrer Arbeit auf ein gutes Ein­ver­ständ­nis mit den regio­na­len Herr­schern sowie den Ver­tre­tern der ein­zel­nen Han­dels­kom­pa­ni­en ange­wie­sen waren und über ihre Mis­si­ons­ar­beit hin­aus ein reges Inter­es­se für die sozia­len Ver­hält­nis­se in Süd­in­di­en, für Natur­ge­schich­te und Spra­chen zeig­ten, waren sie von Kriegs­hand­lun­gen wie den Mys­o­re-Krie­gen oder denen zwi­schen den Eng­län­dern und Fran­zo­sen direkt betrof­fen und erwähn­ten die­se sowie ihre Aus­wir­kun­gen im poli­ti­schen wie auch im unmit­tel­ba­ren Sin­ne in Schrei­ben an die Lei­ter der Francke­schen Anstal­ten in Hal­le und ihre Unter­stüt­zer in Euro­pa, die voll­stän­dig oder in Aus­zü­gen in den „Hal­le­schen Berich­ten / Neu­en Hal­le­schen Berich­ten“ ver­öf­fent­licht wur­den, z. T. aber auch unver­öf­fent­licht sind.

So fin­den sich bereits in Brie­fen von 1767 Erwäh­nun­gen des Kamp­fes Hyder Alis gegen die Eng­län­der, d.h., des ers­ten Mys­o­re-Krie­ges, und dies setzt sich in den Brie­fen und Berich­ten der ver­schie­de­nen Mis­sio­na­re fort. Zen­tra­le Bedeu­tung haben die Brie­fe, Berich­te und Tage­bü­cher des Mis­sio­nars Chris­ti­an Fried­rich Schwartz (1726–98), der ab 1750 in Tran­que­bar tätig war, 1766 nach Tri­chi­no­po­ly ging, um schließ­lich 1784 nach Tan­jo­re zu wech­seln, wo er bis zu sei­nem Lebens­en­de tätig war. Schwartz war durch­aus als Mis­sio­nar erfolg­reich, er zeich­ne­te sich vor allem aber dadurch aus, dass er Tamil, Mara­thi, Hin­du­sta­ni und Per­sisch beherrsch­te und gute Ver­bin­dun­gen zu den Mahr­at­ta-Herr­schern von Tan­jo­re, Raja Thul­ja­ji und des­sen Sohn Ser­fo­ji II. hat­te, wobei er als Leh­rer des letz­te­ren fun­gier­te. Er hat­te ein reges Inter­es­se an den poli­ti­schen Ent­wick­lun­gen, die er in sei­nen Brie­fen an Mis­si­ons­brü­der und an die Mis­si­ons­lei­tung kom­men­tier­te, wobei er auch die Eng­län­der nicht von sei­ner Kri­tik aus­nahm (vgl. Wright 1981). In sei­nem Tage­buch für das Jahr 1769 berich­tet er schon über eine Pre­digt vor eng­li­schen Sol­da­ten sowie die Ver­wüs­tung Tri­chi­no­po­lys (vgl. Bestand 2 E 1–47). 1779 unter­nahm er auf Wunsch der Eng­län­der eine Rei­se als Friedens­emis­sär zu Hyder Ali nach Seringa­pa­tam, wobei er von bei­den Sei­ten für sei­ne Unpar­tei­lich­keit und Unbe­stech­lich­keit gelobt wur­de. Die­se Mis­si­on ist in einem bis­her unver­öf­fent­lich­ten Rei­se­be­richt doku­men­tiert (vgl. aber Pear­son 1846: 251–271). Auch nach dem 2. Mys­o­re-Krieg wur­de Schwartz von den Eng­län­dern mehr­fach gebe­ten, an den Frie­dens­ver­hand­lun­gen teil­zu­neh­men.

Kom­men­ta­re zu den poli­ti­schen Ver­hält­nis­sen, zu den krie­ge­ri­schen Hand­lun­gen und deren Aus­wir­kun­gen sind im Mis­si­ons­ar­chiv vor allem durch brief­li­che Berich­te bis 1799 belegt (vgl. Bestand AFSt/M 1 B 1–75 Mis­si­ons­kor­re­spon­denz, 1720–1785; sowie Bestand AFSt/M 1 C 1–65 Mis­si­ons­kor­re­spon­denz, 1701–1824).

Bewertung der Quellen

Was die Bewer­tung der Quel­len im Hin­blick auf ihre Eigen­hei­ten und das, was sie über ent­spre­chen­de bri­ti­sche Quel­len hin­aus an Erkennt­nis brin­gen kön­nen, betrifft, so ist für die Zeug­nis­se und Berich­te der Mis­sio­na­re, haupt­säch­lich C. F. Schwartz, fest­zu­hal­ten, dass sie vom Stand­punkt einer christ­li­chen Ethik auf das Gesche­hen ein­ge­hen und die­sen Maß­stab ihren Bewer­tun­gen zugrun­de legen, wenn sie vor allem die Eng­län­der ob ihrer „Unred­lich­keit“ und ihres unchrist­li­chen Ver­hal­tens kri­ti­sie­ren. Schwartz, der selbst mehr­mals von den Eng­län­dern um Ver­mitt­lung gebe­ten wird, steht auch Hyder und Tipu nicht unkri­tisch gegen­über, ist auf jeden Fall aber die­sen gegen­über offen und wird auch von den Herr­schern von Mys­o­re ob sei­ner Unei­gen­nüt­zig­keit und unbe­stech­li­cher Recht­schaf­fen­heit gelobt. Inter­es­sant ist dabei auch, inwie­fern sich die unver­öf­fent­lich­ten Brie­fe bzw. Ori­gi­na­le von den redi­gier­ten und zen­sier­ten Ver­sio­nen unter­schei­den, die z.T. in den „Hal­le­schen Berich­ten / Neu­en Hal­le­schen Berich­ten“ ver­öf­fent­licht wur­den, etwa was die expli­zi­te Kri­tik an dem Ver­hal­ten der Bri­ten betrifft.

Wen­det man sich den offi­zi­el­len Quel­len über die Rekru­tie­rung, die Ver­schif­fung sowie die Ver­wen­dung der kur­han­no­ver­schen Trup­pen im 2. Mys­o­re-Krieg zu, so wird man über den Ver­lauf der Kriegs­er­eig­nis­se ver­mut­lich wenig neu­es erfah­ren; in den Berich­ten, Tage­bü­chern, Brie­fen und ande­ren Zeug­nis­sen der Sol­da­ten bzw. Offi­zie­re der bei­den Regi­men­ter wer­den aber Per­spek­ti­ven deut­lich, die nicht not­wen­di­ger­wei­se mit der ihrer bri­ti­schen Waf­fen­brü­der über­ein­stim­men, son­dern einen spe­zi­fisch deut­schen bzw. han­no­ver­schen Blick auf die Gege­ben­hei­ten vor Ort, das Vor­ge­hen der East India Com­pa­ny, aber auch gesell­schaft­li­che sowie geo­gra­phi­sche und natur­ge­schicht­li­che Ein­zel­hei­ten in Süd­ost­in­di­en rich­ten (vgl. Tzo­ref-Ash­ken­azi 2009; 2010; 2014). Beson­ders im Tage­buch Carl Brey­manns wird durch­aus auch ein kri­ti­scher Blick auf die Sinn­haf­tig­keit der mili­tä­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen deut­lich, wenn er etwa nach der Bela­ge­rung Cud­da­lo­res inne­hält, um die grau­sa­men Sze­nen zu beschrei­ben, die sich auf dem Schlacht­feld abspie­len, oder in der Iro­nie des­sen, dass die­se auf bei­den Sei­ten ver­lust­rei­che Aus­ein­an­der­set­zung letzt­lich zu kei­nem Ergeb­nis führ­te und statt­fand, als in Euro­pa bereits Frie­den zwi­schen Groß­bri­tan­ni­en und Frank­reich geschlos­sen war.

Und schließ­lich kann auch die mili­tär­wis­sen­schaft­li­che bzw. mili­tär­geo­gra­phi­sche und fes­tungs­bau­li­che Per­spek­ti­ve des Lt. Schle­gel auf die Gege­ben­hei­ten im „Car­na­tik“ inter­es­san­te Ein­bli­cke in das Wir­ken eines „Fern­auf­klä­rers“ (Rother­mund 2015) ver­mit­teln.

Ein wei­te­rer Ansatz könn­te es sein, die hier vor­ge­stell­ten Quel­len in der Zusam­men­schau mit den erwähn­ten bri­ti­schen Quel­len (sowie indi­schen und fran­zö­si­schen!) auf ihre Aus­sa­ge­kraft zu einer Sozi­al­ge­schich­te die­ses „30-jäh­ri­gen Krie­ges“ in Süd­in­di­en zu prü­fen. Die Schil­de­run­gen der im Land ange­rich­te­ten Ver­hee­run­gen, Land­flüch­te und Hun­gers­nö­te sowie der rie­si­gen Armee­trains auf dem Mar­sche oder im Lager erin­nern jeden­falls zuwei­len stark an Schil­de­run­gen in Grim­mels­hau­sens Aben­theu­er­li­chen Sim­pli­cis­si­mus oder ähn­li­chen Quel­len.

Archive

Niedersächsisches Landesarchiv Hannover

Bestand Cal. Br. 15 Pri­vat­ak­ten, 1490–1895

Bestand Hann. 38 C Ost­in­di­sche Regi­men­ter C, 1732–1791

Bestand Hann. 41 Generalkommando/Militärakten der Lon­do­ner Kanz­lei, 1629–1864

Bestand Hann. 47 Kriegs­kanz­lei, 1584–1859

Bestand Hann. 48a 1 Han­no­ver­sche Stamm­rol­len , Infan­te­rie, 1660–1868

Bestand Hann. 83 Kon­sis­to­ri­um zu Han­no­ver VI Feld­kir­chen­bü­cher, 1350–1947

Bestand Kar­ten­samm­lung; Kar­ten – Alt­be­stand, 1490–2001

Bestand Klei­ne Erwer­bun­gen A 48 Nr. 1–3, 1782–1794

Archiv und Bibliothek der Franckeschen Stiftungen im Studienzentrum August Hermann Francke in Halle

Bestand AFSt/M 1 B 1–75 Mis­si­ons­kor­repon­denz mit Tran­que­bar, Madras und Cud­da­lo­re, auch inner­eu­ro­päi­sche Kor­re­spon­denz, 1720–1785

Bestand AFSt/M 1 C 1–65 Mis­si­ons­kor­re­spon­denz mit Tran­que­bar, Madras und Cud­da­lo­re, auch inner­eu­ro­päi­sche Kor­re­spon­denz, 1701–1824

Bestand AFSt/M 2 E 1–47 Dienst­dia­ri­en (Gemein­schafts­dia­ri­en der Mis­sio­na­re in Tran­que­bar, Madras und Cud­da­lo­re, 1720–1788, desgl. auch per­sön­li­che Amts- und Rei­se­dia­ri­en ein­zel­ner Mis­sio­na­re, 1712–1806

Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Bestand 140 Nas­sau-Usin­gen; Regie­rung, ca. 1680–1806

Hessisches Staatsarchiv Marburg

Bestand 81 Hanau­er Regie­rung (vor 1821), 15. Jh. – 1820

Bestand 121 Wal­de­cki­sche Regie­rung, 1706–1867

Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Potsdam

Bestand 37 Herr­schaft Neu­har­den­berg, Kr. Lebus – Akten (1211–1945)

Thüringisches Staatsarchiv Gotha

Bestand 2–97-0958 Fami­lie von Wan­gen­heim (1243–2016)

Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Handschriftenabteilung

National Records of Scotland in Edinburgh

British Library, India Office Records and Private Papers

British Library, Maps Library

Gedruckte Quellen

Best, C. C., Brie­fe über Ost-Indi­en. Leip­zig: Göschen, 1807.

Hal­le­sche Berich­te – Der Königl. däni­schen Mis­sio­na­ri­en aus Ost-Indi­en ein­ge­sand­te aus­führ­li­che Berich­te von dem Werck ihres Amts unter den Heyden. Hrsg. von Gott­hilf August Francke. Hal­le, S: Way­sen­haus, 1713–1772.

Neue Hal­le­sche Berich­te – Neue­re Geschich­te der evan­ge­li­schen Mis­si­ons­an­stal­ten zu Bekeh­rung der Hei­den in Ost-Indi­en: aus den eigen­hän­di­gen Auf­sät­zen und Brie­fen der Mis­sio­na­ri­en. Hrsg. von Her­mann Aga­thon Nie­mey­er. Hal­le: Wai­sen­haus, 1776–1848.

Hum­mel, Carz (Hg.), Han­no­ver­sche Trup­pen in Indi­en. Nach­rich­ten vom Mili­tär­pas­tor Lang­stedt. [Aus der Akte Hann. 41 XIII Nr. 102 im Haupt­staats­ar­chiv Han­no­ver]. Wel­fen­schrif­ten; 87. Wede­mark, 2014.

Lang­stedt, Fried­rich Lud­wig. Rei­sen nach Süd­ame­ri­ka, Asi­en und Afri­ka. Hil­des­heim: Tucht­feld, 1789.

——–, Grund­riss der all­ge­mei­nen Welt- Völ­ker und Erd­kun­de. Han­no­ver: Hel­wing, 1791.

——–, Hin­do­sta­ni­sche Denk­wür­dig­kei­ten. Ein Lese­buch zur Beher­zi­gung für jeden Kos­mo­po­li­ten. Nürn­berg: Ras­pe, 1800.

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Pear­son, Hugh, Chris­ti­an Fried­rich Schwartz, der deut­sche Mis­sio­nar in Süd­in­di­en. Ü. von Chris­ti­an Gott­lieb, Hrsg. W. Hoff­mann. Basel: Felix Schnei­der, 1846.

Scharn­horst, L. von, Kur­ze Beschrei­bung einer Rei­se von Arcot in Ost­in­di­en nach dem Vor­ge­bir­ge der guten Hoff­nung und von da über Frank­reich und Engel­land nach Deutsch­land. Ham­burg: Hoff­mann, 1788.

——–,  Brie­fe auf einer Rei­se von Sta­de nach Madras in Ost­in­di­en. Bre­men: Förs­ter, 1789.

Wan­gen­heim, Chris­ti­an August von, Im Diens­te der Bri­tish East India Com­pa­ny: Tage­buch der Rei­se nach Gibral­tar, Sao Salvador/Brasilien und Madras 1782 bis 1785. Hrsg. von Stef­fen Arndt. Schrif­ten des Thü­rin­gi­schen Staats­ar­chivs Gotha, 12. Gotha : Thü­rin­gi­sches Staats­ar­chiv Gotha, 2017.

Sekundärliteratur

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Koch, Ger­hard (ed.), Imhoff Indi­en­fah­rer. Ein Rei­se­be­richt aus dem 18. Jahr­hun­dert in Brie­fen und Bil­dern. Her­aus­ge­ge­ben und mit einer Ein­füh­rung von Ger­hard Koch. Göt­tin­gen: Wall­stein, 2001.

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Mar­tin Chris­tof-Füchs­le, CEMIS, Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen