Dietrich Brandis (1824–1907) – Botaniker und Begründer der tropischen Forstwissenschaften


INHALT: Bio­gra­fi­sche und wis­sen­schaft­li­che Hin­ter­grün­de |   Inspec­tor Gene­ral of Forests  |    Forst­wis­sen­schaft und Forst­be­trieb in Bri­tisch-Indi­enArchiv­be­stän­de |   End­no­ten   |   Biblio­gra­fi­sche Aus­wahl zu Leben und Werk von Diet­rich Bran­dis  

Vie­len Forst­wis­sen­schaft­lern und manch einem Förs­ter ist Diet­rich Bran­dis bekannt als der Begrün­der der tro­pi­schen Forst­wirt­schaft. Von 1856 bis 1883 war er in Bri­tisch-Indi­en und erkun­de­te dort zunächst die Teak­wäl­der Bur­mas, um dann ab 1865 bis zu sei­nem Aus­schei­den aus dem Staats­dienst als Inspec­tor Gene­ral of Forests in Bri­tish India das dor­ti­ge Forst­we­sen zu eta­blie­ren. Aber Bran­dis ist auf­grund sei­ner Exper­ti­se und sei­nes Wir­kens im Rah­men des Bri­ti­schen Empi­res auch in Cana­da und Aus­tra­li­en sowie dar­über hin­aus in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka bekannt, wo sei­ne Erkennt­nis­se und sein Rat ent­schei­dend zum Auf­bau dor­ti­ger Forst­wirt­schaft bei­tru­gen. Weni­ger bekannt ist, dass Bran­dis als Bota­ni­ker aus­ge­bil­det war, und dass er Zeit sei­nes Lebens sei­nen bota­ni­schen Inter­es­sen nach­ging. Das Her­ba­ri­um Bran­dis, 1907 vom Ham­bur­ger Senat ange­kauft und im Insti­tut für Pflan­zen­wis­sen­schaft und Mikro­bio­lo­gie der Uni­ver­si­tät Ham­burg inte­griert, legt bered­tes Zeug­nis davon ab.

Biografische und wissenschaftliche Hintergründe

Diet­rich Bran­dis ent­stamm­te einem aka­de­mi­schen Eltern­haus, das ein­ge­bet­tet war in ein weit­ver­zweig­tes fami­liä­res und freund­schaft­li­ches Netz von Wis­sen­schaft­lern, die in Athen, Ber­lin, Kiel, Kopen­ha­gen und Göt­tin­gen leb­ten oder/und lehr­ten. Bran­dis, der sich als Jugend­li­cher und als Stu­dent an die­sen Orten auf­hielt, gewann hier sein brei­tes Inter­es­se an Bota­nik, das jedoch in der ers­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts noch nicht als sepa­ra­te Fach­dis­zi­plin eta­bliert war, son­dern mit affi­nen Fächern wie Geo­gra­fie, Geo­lo­gie und Medi­zin kom­bi­niert wur­de. Abge­se­hen davon besuch­te Bran­dis Vor­le­sun­gen zur Klas­si­schen Phi­lo­lo­gie, Alten Phi­lo­so­phie, Geschich­te, Phy­sik sowie zur Evan­ge­li­schen Theo­lo­gie. Als Bota­ni­ker begann Bran­dis 1849 an der Uni­ver­si­tät Bonn zu arbei­ten, an der er als Pri­vat­do­zent für Pflan­zen­che­mie bis 1855 ange­stellt war. Doch scheint die wei­te­re Kar­rie­re aus unbe­kann­ten Grün­den blo­ckiert gewe­sen zu sein. 1855 ließ er über sei­ne Frau Rachel, Schwes­ter von Major-Gene­ral Sir Hen­ry Have­lock, der in der bri­tisch-indi­schen Armee dien­te, Kon­takt zu die­sem knüp­fen mit der Bit­te um eine Anstel­lung als Bota­ni­ker in oder in der Nähe von Kal­kut­ta.

Bin­nen eines hal­ben Jah­res befan­den sich die Ehe­leu­te Bran­dis in Bri­tisch-Indi­en, wo Diet­rich Bran­dis im Janu­ar 1856 sei­ne Stel­lung als Super­in­ten­dent of Forests of the Pro­vin­ce of Pegu (Lower Bur­ma) antrat, zu der zwei Jah­re spä­ter noch die Pro­vin­zen Ten­as­se­rim und Mar­tab­an am west­li­chen Rand der Malay­ischen Halb­in­sel hin­zu­ge­fügt wur­den. Hier ent­wi­ckel­te Bran­dis, in völ­li­ger Unkennt­nis der loka­len Wald­ver­hält­nis­se, eine Sys­te­ma­tik zur Erfas­sung von Baum­be­stän­den, die soge­nann­ten line­ar valua­ti­on sur­veys oder strip sur­veys sowie das Sys­tem des lokal prak­ti­zier­ten gird­ling (Ein­rit­zen der Rin­de um den Stamm, um die Nah­rungs­auf­nah­me zu unter­bre­chen) anhand von Alter und Stamm­um­fang eines Bau­mes, um die­sen dann auf dem Stamm bis zur Fäll­rei­fe aus­trock­nen zu las­sen. Neben einer Klas­si­fi­zie­rung von Wald­area­len zur künf­ti­gen forst­wirt­schaft­li­chen Nut­zung arbei­te­te Bran­dis Prin­zi­pi­en einer sys­te­ma­ti­schen Forst­ver­wal­tung aus. Die­se soll­te auf wis­sen­schaft­li­chen Publi­ka­tio­nen und jähr­li­chen Berich­ten beru­hen und von gut aus­ge­bil­de­tem wis­sen­schaft­li­chen Per­so­nal aus­ge­übt wer­den.

Inspector General of Forests

Für das nächs­te Vier­tel Jahr­hun­dert soll­te Bran­dis mit dem Auf­bau der Forst­wirt­schaft in Bri­tisch-Indi­en beschäf­tigt sein, deren Auf­ga­be es war, den immensen Holz­be­darf des bri­ti­schen Kolo­ni­al­staa­tes für den sub­kon­ti­nen­ta­len Eisen­bahn­bau und Export von Tro­pen­höl­zern sicher­zu­stel­len, allen vor­an von Teak, Deodar und Sal. Eine ers­te Forst­ge­setz­ge­bung gab es 1865, nach­dem Bran­dis genug Exper­ti­se in Bur­ma gesam­melt hat­te und zum Inspec­tor Gene­ral of Forests ernannt wor­den war. Nun galt es, das Amt und eine dazu gehö­ren­de  Abtei­lung (Forest Depart­ment) der Kolo­ni­al­ver­wal­tung auf­zu­bau­en sowie eine ent­spre­chen­de gesetz­li­che Grund­la­ge für künf­ti­ges Han­deln ein­schließ­lich zu erwar­ten­der Rechts­hän­del zu schaf­fen. Das Gesetz regel­te zunächst den Schutz von Wäl­dern und ihrer Nut­zung, wobei exis­tie­ren­de Rechts­ver­hält­nis­se ein­schließ­lich Gewohn­heits­rech­te respek­tiert wur­den.

Mit dem Forest Act of 1878 fand die kolo­nia­le Forst­ge­setz­ge­bung dann ihren Höhe­punkt, ein Gesetz übri­gens, das in sei­nen Grund­zü­gen bis heu­te Gül­tig­keit hat. Eine an den damals fort­schritt­lichs­ten euro­päi­schen Forst­ver­wal­tun­gen der deutsch­spra­chi­gen Län­der und Frank­reich aus­ge­rich­te­te Gesetz­ge­bung teil­te die Wäl­der Bri­tisch-Indi­ens in drei Zonen ein, den „pro­tec­ted“, „reser­ved“ und „vil­la­ge forests“ und regel­te den Zugang der loka­len Bevöl­ke­rung vor allem zu letz­te­ren. Mit einem Feder­strich annul­lier­te es dabei alle bestehen­den Rechts­ver­hält­nis­se ein­schließ­lich der Gewohn­heits­rech­te und erklär­te den Kolo­ni­al­staat zum allei­ni­gen Eigen­tü­mer sämt­li­cher als sol­cher aus­ge­wie­se­nen Wald­flä­chen. Die Kolo­ni­al­ver­wal­tung hat­te näm­lich ein urei­ge­nes Inter­es­se dar­an, sich künf­tig den unge­hin­der­ten Zugang zu den natür­li­chen und infol­ge­des­sen auch den steu­er­li­chen Res­sour­cen zu sichern. Dies unter­schied sich zwar nicht wesent­lich von den exis­tie­ren­den euro­päi­schen Forst­ge­set­zen, in sei­ner Schär­fe war das Gesetz jedoch ein­zig­ar­tig. Abge­se­hen davon hing dem Gesetz der Makel an, euro­päi­sche Prin­zi­pi­en der Forst­be­wirt­schaf­tung in einen außer­eu­ro­päi­schen Kon­text ver­pflanzt zu haben ohne loka­le Kon­di­tio­nen ange­mes­sen zu berück­sich­ti­gen.

Dies war frei­lich nicht die Inten­ti­on Bran­dis‘, denn in Mit­tel- und West­eu­ro­pa war die Wald- und Forst­ge­setz­ge­bung bei wei­tem nicht so rigi­de. Zudem war er  in Bri­tisch-Indi­en auf die Koope­ra­ti­on der loka­len Bevöl­ke­rung ange­wie­sen, sofern die Forst­ver­wal­tung unter sil­vi­kul­tu­rel­len und fis­ka­li­schen Gesichts­punk­ten ein­träg­lich sein soll­te. Immer­hin gelang es Bran­dis, eine breit­ge­fä­cher­te Aus­bil­dung des Forst­per­so­nals zu gewähr­leis­ten, das in Bota­nik, Geo­gra­fie, Geo­lo­gie, Zoo­lo­gie und Che­mie unter­wie­sen wer­den soll­te, was den holis­ti­schen Ansatz der Aus­bil­dung anzeigt und zugleich auf die Funk­ti­on der Forst­ver­wal­ter als Gene­ra­lis­ten ver­weist, ein Ide­al, das sich nach der Jahr­hun­dert­wen­de zuguns­ten von öko­no­misch arbei­ten­den Spe­zia­lis­ten ändern soll­te. Bran­dis konn­te nach Rück­spra­che mit dem Indi­en­mi­nis­te­ri­um und dem Kolo­ni­al­se­kre­ta­ri­at in Indi­en zwei Forst­be­am­te aus Hes­sen und Han­no­ver anzu­wer­ben, die ihn bei sei­nen viel­fäl­ti­gen und kaum mehr zu bewäl­ti­gen­den Auf­ga­ben unter­stüt­zen soll­ten: Wil­helm Schlich und Ber­told Rib­ben­trop, die spä­ter auch Nach­fol­ger von Bran­dis im Amt des Inspec­tor Gene­ral wur­den.

Forstwissenschaft und Forstbetrieb in Britisch-Indien

Neben wei­te­ren deut­schen Forst­wis­sen­schaft­lern bzw. Bota­ni­kern wie Sul­piz Kurz aus Augs­burg fan­den immer mehr Bri­ten Anstel­lung im geho­be­nen Forst­dienst Bri­tisch-Indi­ens, dar­un­ter James Sykes Gam­ble und Dr. James L. Ste­ward, die bei­de ganz wesent­lich zur forst­bo­ta­ni­schen Erschlie­ßung Süd­asi­ens bei­tru­gen. Zur Aus­bil­dung des ein­hei­mi­schen Per­so­nals rich­te­te Bran­dis im Jahr, in dem der Forest Act erlas­sen wur­de, in Dehra Dun die bis heu­te exis­tie­ren­den Impe­ri­al Forest School ein. Unter sei­ner Lei­tung als Inspec­tor Gene­ral of Forests wur­de bereits 1875 The Indian Fores­ter ins Leben geru­fen, eine Zeit­schrift oder eher Maga­zin mit wis­sen­schaft­li­chen Bei­trä­gen, die sich an ein brei­tes Lese­pu­bli­kum rich­te­ten. Bran­dis publi­zier­te regel­mä­ßig im Indian Fores­ter, ins­ge­samt 35 Arti­kel, davon vie­le zur Forst­ver­wal­tung, zur Aus­bil­dung von Forst­per­so­nal sowie zu Teak und zu Bam­bus. Bekannt ist sein Bei­trag zur Berech­nung des Schwel­len­be­darfs für die bri­tisch-indi­schen Eisen­bahn­li­ni­en (The Indian Fores­ter 4,4 (1879), pp. 365–85).

Neben sei­nen umfang­rei­chen Tätig­kei­ten als obers­ter Forst­ad­mi­nis­tra­tor, ver­bun­den mit einer regen Publi­ka­ti­ons­tä­tig­keit zu den lau­fen­den Geschäf­ten, war Bran­dis kaum in der Lage, sei­nen bota­ni­schen Inter­es­sen nach­zu­ge­hen. Gele­gent­lich beschwer­te er sich gegen­über Kol­le­gen, dass er nicht dazu kom­me, Pflan­zen zu sam­meln geschwei­ge sie bota­nisch zu bestim­men. Aller­dings legen sei­ne bei­den gro­ßen Bücher zur Flo­ra in Bri­tisch-Indi­en Zeug­nis über sei­ne inti­me Kennt­nis der sudasia­ti­schen Flo­ra und der Bota­nik ab. Zum einen han­delt es sich um die Fer­tig­stel­lung des von dem oben erwähn­ten Dr. Ste­ward begon­ne­nen Buches zur „Forest Flo­ra of North-West and Cen­tral India“, das 1874 schließ­lich erschien. Inner­halb von zwei Jah­ren, in denen Bran­dis sich auf Hei­mat­ur­laub befand um sei­ne ange­schla­ge­ne Gesund­heit zu kurie­ren, stell­te er das Werk fer­tig, das von allen Sei­ten wegen sei­ner Gründ­lich­keit in Bezug auf Flo­ra, Fau­na, Kli­ma und Geo­gra­fie gelobt wur­de. Repu­ta­ti­on hat­te er bereits mit sei­nem 1871 publi­zier­ten Arti­kel zum „Rain­fall and Forest Trees in India“ erlangt, in dem er den Zusam­men­hang zwi­schen der geo­gra­fi­schen Dis­tri­bu­ti­on von Bäu­men und den kli­ma­ti­schen Kon­di­tio­nen einer Regi­on betont und dies in einer für lan­ge Zeit unüber­trof­fe­nen Kar­te dar­ge­stellt hat­te (Oce­an High­ways 4 (1872), S. 200–206. Reprin­ted in Tran­sac­tions of the Scot­tish Arbo­ri­cul­tu­ral Socie­ty 7 (1873), S. 88–113 und The Indian Fores­ter 9 (1883, S. 173–83 und 221–33).

Unüber­trof­fen blieb auch Bran­dis‘ magnum opus Indian Trees, das ein Jahr vor sei­nem Tod erschien (1906). Min­des­tens acht Jah­re ver­brach­te Bran­dis mit der Samm­lung und Ver­ar­bei­tung von gesam­mel­ten und bereit­ge­stell­ten Mate­ria­li­en. Indian Trees deckt über 4400 Arten von Bäu­men, Büschen, Schling- und Klet­ter­pflan­zen, Bam­bu­sen und Pal­men des indi­schen Sub­kon­ti­nents samt den Anda­ma­nen und Niko­ba­ren mit den kor­rek­ten bota­ni­schen Namen, Syn­ony­men, umgangs­sprach­li­chen Bezeich­nun­gen, bota­ni­schen Beschrei­bun­gen sowie ver­wand­ter Flo­ra ab. Ins­ge­samt stellt das Werk ein Monu­ment wis­sen­schaft­lich-bota­ni­scher Akri­bie und peni­bler Arbeit dar, das Diet­rich Bran­dis als einen emi­nen­ten Bota­ni­ker eta­bliert, auch wenn dies weder zu sei­nen Leb­zei­ten noch bis in die Gegen­wart hin­ein geschah. Hier wird eine wei­te­re Beschäf­ti­gung mit Archiv­ma­te­ria­li­en sowie mit dem von Bran­dis selbst publi­zier­ten Bei­trä­gen zu einem neu­en Ver­ständ­nis der Per­son und Bota­ni­kers Bran­dis bei­tra­gen.

Archivbestände:

Der Jah­res­be­richt des Ham­bur­gi­schen Bota­ni­schen Staats­in­sti­tu­tes erwähn­te 1908 unter der Rubrik “käuf­li­che Erwer­bun­gen”, dass der Senat der Stadt Ham­burg die umfäng­li­che bota­ni­sche Samm­lung von Diet­rich Bran­dis erwor­ben hat. Nichts ist jedoch bekannt dar­über, war­um gera­de der Ham­bur­ger Senat das Her­ba­ri­um Bran­dis kauf­te und war­um kei­ne ande­re euro­päi­sche bota­ni­sche Insti­tu­ti­on von Rang an die­sem inter­es­siert war. Offen­sicht­lich war Bran­dis schon zu Leb­zei­ten nur als Forst­wis­sen­schaft­ler bekannt und berühmt, wes­halb sei­ne umfas­sen­den bota­ni­schen Akti­vi­tä­ten samt Publi­ka­tio­nen offen­sicht­lich schnell in Ver­ges­sen­heit gerie­ten.[1] Dass Bran­dis ein begna­de­ter und eif­ri­ger Bota­ni­ker war, zeigt sich an der Art und Wei­se, wie er die 19.000 Blät­ter in sei­nem Her­ba­ri­um anleg­te und sys­te­ma­ti­sier­te, denn sie konn­ten ohne wei­te­res in das Her­ba­ri­um des Ham­bur­gi­schen Bota­ni­schen Staats­in­sti­tu­tes inte­griert wer­den. Dies mag auch ein Grund sein, war­um die Blät­ter nicht ein­zeln gelis­tet wur­den. Bereits 1911 war der gesam­te Bestand nach Arten sor­tiert inkor­po­riert.[2]

Wenig ist bekannt über das wei­te­re Schick­sal des Her­ba­ri­um Bran­dis. Nach der Grün­dung des Insti­tuts für Ange­wand­te Bota­nik im Jahr 1913 wur­de Bran­dis‘ Holz­samm­lung dort­hin ver­bracht. Das im sel­ben Jahr gegrün­de­te Insti­tut für All­ge­mei­ne Bota­nik über­nahm nicht nur den Bota­ni­schen Gar­ten, son­dern auch das Her­ba­ri­um des Ham­bur­ger Bota­ni­schen Muse­ums. Tei­le der umfang­rei­chen und sper­ri­gen Holz­samm­lun­gen befin­den sich in der Xylo­thek des Thü­nen-Insti­tuts, das mit dem Insti­tut für der Uni­ver­si­tät Ham­burg asso­zi­iert ist. Im Jahr 2012 ist das Insti­tut für All­ge­mei­ne und Ange­wand­te Bota­nik zusam­men­ge­legt wor­den mit dem Bio­zen­trum Klein Flott­bek. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Her­ba­ri­um Bran­dis kann der gegen­wär­ti­ge Ober­kus­tos des Her­ba­ri­um Ham­burgen­se, Dr. Mat­thi­as Schultz (matthias.schultz@uni-hamburg.de) geben.

Endnoten

[1] Ham­bur­gi­sche Bota­ni­sche Staats­in­sti­tu­te. Jah­res­be­rich­te 1908. Aus dem Jahr­buch der Ham­bur­gi­schen Wis­sen­schaft­li­chen Anstal­ten 26 (1909), S. 10.

[2] Ham­bur­gi­sche Bota­ni­sche Staats­in­sti­tu­te. Jah­res­be­rich­te 1910. Aus dem Jahr­buch der Ham­bur­gi­schen Wis­sen­schaft­li­chen Anstal­ten 28 (1911), S. 8.

Bibliografische Auswahl zu Leben und Werk von Dietrich Brandis

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Hes­mer, Her­bert, Leben und Werk von Diet­rich Bran­dis 1824–1907. Begrün­der der tro­pi­schen Forst­wirt­schaft, Begrün­der der forst­li­chen Ent­wick­lung in den USA, Bota­ni­ker und Öko­lo­ge. Abhand­lun­gen der Rhei­nisch-West­fä­li­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten: 58. Opla­den: West­deut­scher Ver­lag, 1975.

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Archivbestände

Her­ba­ri­um Ham­burgen­se, Insti­tut für Pflan­zen­wis­sen­schaft und Mikro­bio­lo­gie, Uni­ver­si­tät Ham­burg

Ger­man Let­ters 1858–1900, Archi­ves, Roy­al Bota­ni­cal Gar­dens, Kew

Zeitschrift

The Indian Fores­ter

Von Micha­el Mann, IAAW, Hum­boldt Uni­ver­si­tät zu Ber­lin