Lehrveranstaltung: Wissen und Wissenschaftsgeschichte in globaler Perspektive (WiSe 2019–20) (Humboldt-Universität zu Berlin)


Der Auf­bau­kurs wird sich ins­be­son­de­re der Her­stel­lung kolo­nia­len Wis­sens und den  wis­sen­schaft­li­chen Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen ‚Metro­po­len‘ und Kolo­ni­en seit dem 17. Jahr­hun­dert bis in das 20. Jahr­hun­dert zuwen­den.
Wie und wo ent­stand Wis­sen? Wie zir­ku­lier­te es? Wel­che Rol­le spiel­ten die Kolo­ni­en bei der Wis­sens­pro­duk­ti­on? In Fall­stu­di­en wer­den sowohl ein­zel­ne Per­so­nen und ihr All­tag, die Infra­struk­tur wie auch Insti­tu­tio­nen, Dis­zi­pli­nen und ihre jewei­li­ge Wis­sen­schafts­pra­xis zu behan­deln sein. ‚Stu­ben­ge­lehr­te‘ und rei­sen­de ‚Feld­for­scher‘ oder ‚Ent­de­cker‘ wer­den genau­so The­ma sein wie ihre Infor­man­ten, Ama­teur­for­scher und Lai­en, ein­fa­che Samm­ler, Auf­trag­ge­ber oder Gelehr­ten­ge­sell­schaf­ten, Uni­ver­si­tä­ten, Kol­lek­tio­nen, Muse­en und ihre jewei­li­gen Ordnungsprinzipien.Das gesell­schaft­lich-poli­ti­sche Umfeld gilt es eben­falls zu berück­sich­ti­gen.
Ein Schwer­punkt wird auf Asi­en, Ozea­ni­en und Afri­ka lie­gen. Die inhalt­li­chen Fra­gen beglei­tend soll sich der Kurs anhand ein­schlä­gi­ger Tex­te kri­tisch metho­di­schen und theo­re­ti­schen Fra­gen aus Wis­sen­schafts­ge­schich­te, Mikro­ge­schich­te, Netz­werk­for­schung und his­to­ri­scher Bio­gra­phik wid­men.

Kurs­lei­ter: Tobi­as Delfs.

Der Kurs fin­det vom 24.10.2019 bis 13.02.2020 wöchent­lich don­ners­tags von 12:00 bis 14:00 Uhr statt.