Quellen zu deutschen Himalayaexpeditionen (1929–1989) im Archiv des Deutschen Alpenvereins (DAV), München


Dies ist eine Auf­lis­tung der deut­schen Berg­stei­ge­ex­pe­di­tio­nen im Hima­la­ya zwi­schen 1929 und 1989.  Die indisch-deut­schen Ver­flech­tun­gen in der Hima­la­ya­re­gi­on begin­nen mit den Rei­sen der Brü­der Adolph, Her­mann und Robert Schlag­int­weit in der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts (1854–1857). Ernst­zu­neh­men­de Ver­su­che, die dor­ti­gen Berg­gip­fel zu bestei­gen, began­nen jedoch erst im frü­hen 20. Jahr­hun­dert. Die deut­schen Expe­di­tio­nen gehör­ten zu den weni­gen aus­län­di­schen Unter­fan­gen, wel­che die Erlaub­nis zur Bestei­gung erhiel­ten. Der ers­te Ver­such war eine geschei­ter­te Tour auf den Gip­fel des Kang­chen­jun­ga (8586m) 1929. Dar­auf­hin folg­ten zahl­rei­che deut­sche Expe­di­tio­nen in den Hima­la­ya, die größ­ten­teils vom Deut­schen Alpen­ver­ein (DAV) unter­stützt wur­den. Der DAV wur­de 1869 gegrün­det und exis­tiert bis heu­te; das Archiv die­ser Expe­di­tio­nen befin­det sich im Besitz des Ver­eins. Der Löwen­an­teil des für die Unter­su­chung die­ser Expe­di­tio­nen rele­van­ten Mate­ri­als befin­det sich in den Archiv­be­stän­den: Archi­va­li­en von Expe­di­ti­ons­ge­sell­schaf­ten (EXP), Per­so­nen­nach­läs­se (NAS), Foto­gra­fien und Post­kar­ten (FOP) and Doku­men­ta­tio­nen (DOK). Haupt­säch­lich fin­det sich dar­in Schrift­gut in Form von Kor­re­spon­den­zen, Tage­bü­chern, Doku­men­ten zur Pla­nung der Unter­fan­gen sowie Berich­ten über sie. Dar­über hin­aus kön­nen auch ande­re Quel­len wie Foto­gra­fien, Ton­auf­nah­men und Wer­be­ma­te­ria­li­en ein­ge­se­hen werden.

Expe­di­tio­nen die in Zusam­men­ar­beit mit Berg­stei­gern aus wei­te­ren Län­dern, vor allem Öster­reich, durch­ge­führt wur­den, wer­den in der vor­lie­gen­den Lis­te eben­falls erwähnt, da auch sie vom DAV oder der Deut­schen Hima­la­ya Stif­tung (DHS) unter­stützt wur­den. Das 1952 von Karl Maria Herr­lig­kof­fer gegrün­de­te Deut­sche Insti­tut für Aus­lands­for­schung (DIAF) war die drit­te wich­ti­ge Insti­tu­ti­on, die in die deut­schen Berg­stei­ge­ex­pe­di­tio­nen invol­viert war. Expe­di­ti­ons­teil­neh­mer publi­zier­ten zudem eige­ne Berich­te sowohl als Arti­kel in Jour­na­len als auch in Form von Mono­gra­phien. Die­se sind in der bei­gefüg­ten Biblio­gra­phie chro­no­lo­gisch auf­ge­lis­tet. Die­se Auf­lis­tung umspannt einen Zeit­raum von den 1930ern bis ins Jahr 2016. Die Lis­te selbst bie­tet dar­über hin­aus eine Zusam­men­stel­lung von Arti­keln über die Expe­di­tio­nen, die sich in den Publi­ka­tio­nen des DAV [DAV Jahr­buch], des bri­ti­schen und des US-ame­ri­ka­ni­schen Alpi­ne Clubs [Alpi­ne Jour­nal & Ame­ri­can Alpi­ne Jour­nal], sowie des indi­schen Hima­la­y­an Clubs [Hima­la­y­an Jour­nal] fin­den. Dabei ist zu beto­nen, dass die in die­ser The­ma­ti­schen Res­sour­ce ange­ge­be­ne Lite­ra­tur kei­nes­falls voll­stän­dig ist und sich auf deutsch- und eng­lisch­spra­chi­ge Publi­ka­tio­nen beschränkt. Ein Groß­teil der erwähn­ten Jour­na­le ist gebüh­ren­frei zugänglich.

Die Lis­te ist mit dem MIDA Archi­val Refle­xi­con Arti­kel “Loca­ting Hima­la­y­an por­ters in the Archi­va­li­en der Expe­di­ti­ons­ge­sell­schaf­ten of the Ger­man Alpi­ne Club (1929–1939)“ ver­knüpft.

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